Oel aus Oliven
Je nach Art sind die Oliven zwischen zwei und
vier Gramm schwer. Ihre Form ist mehr oder weniger länglich-oval. Ihre endgültige Form und Grösse
erreicht die Olive ab Oktober. Das Heranreifen läuft in drei Phasen ab. Vor der Reife sind die Oliven
zuerst grün. Ab Dezember, zu Beginn der Reife verfärben sie sich violett. Bei voller Reife sind sie
dann schwarz. Die grossen grünen Oliven im Martini-Cocktail oder im gemischtem Salat sind einfach
unreif gepflückt worden. Sie schmecken deswegen bitter und müssen in verschiedene Laugen eingelegt
werden, bevor sie geniessbar sind. Sie erreichen nie das volle Aroma der ausgereiften Früchte, denn
sie werden bereits im September geerntet. Die schwarzen Tafeloliven und die Oliven, die zur
Oelgewinnung vorgesehen sind, werden erst ab Dezember und bis in den Februar hinein gepflückt. Der
Ertrag eines Baumes variiert je nach Alter, Klima- und Bodenbedingungen. Bis zu 300 kg pro Baum kann
ein gutes Jahr bringen. Der Oelbaum gilt als äusserst robust. Fette und feuchte Erde ist ihm ein
Greuel, er begnügt sich mit kargem Boden und ist an Trockenheit gewöhnt. Er liebt Licht und Wärme und
gedeiht am besten auf trockenem misch- oder kalkhaltigem Boden bei Durschnittstemperaturen von 15°C
bis 20°C. Die bezüglich der Temperatur kritische Zeit liegt zwischen der Blütenbildung Ende März und
Fruchtreife im Sommer. Zum Zeitpunkt der Blütenbildung darf es nicht kälter als 10° C werden und
zwischen Blüte und der Fruchtbildung nicht kälter als 15° C. |